Wer hat Angst vorm Landleben? Teil 1: Die Angst vor Vereinsamung

Den Traum aufs Land zu ziehen haben viele. Warum leben ihn eigentlich nur so wenige? Was hält so viele Menschen davon ab, den Schritt aufs Land tatsächlich zu wagen?

“Wenn du doch eigentlich merkst dass dir die Stadt gar nicht gut tut und du viel lieber näher an der Natur leben würdest: Warum tust du es nicht?” Etlichen Menschen habe ich in letzter Zeit diese Frage gestellt. Als Antwort bekam ich stets die selben drei Gründe genannt. Gründe, die auch mich damals fast davon abhielten, den Schritt aufs Land zu wagen. Zum Glück nur fast. Denn kaum war ich auf dem Land angekommen, merkte ich, dass ich diese Gründe in Wahrheit gar keine sind.

Teil 1: Angst vor Isolation und fehlendem Kontakt zu Gleichgesinnten

 

Der Mythos: Wenn ich aufs Land ziehe, wohne ich inmitten von langweiligen, rückwärtsgewandtem, AfD-wählendem Kleinbürgertum, das nichts besseres zu tun hat als sich darüber zu echauffieren dass ich meinen Garten nicht hübsch genug pflege.
Also bleibe ich lieber in der Stadt, weil meine Freunde und Freundinnen in der Stadt bleiben. Viele meiner Freunde und Freundinnen wollen aber eigentlich auch viel lieber auf dem Land leben. Aber auch sie bleiben in der Stadt, weil ihre Freunde und Freundinnen in der Stadt leben. Und so halten wir uns gemeinsam in einer Situation, die wir eigentlich gar nicht wollen.
Wie also kann es gelingen, gemeinsam mit (bestehenden oder neuen) Freunden und Freundinnen auf dem Land zu leben?

 

Wie LANDWÄRTS dich unterstützt: LANDWÄRTS bringt dich in Kontakt mit Gleichgesinnten, die auch davon träumen aufs Land zu ziehen und mit denen du den Schritt aufs Land gemeinsam wagen kannst. Außerdem bringt dich LANDWÄRTS aber auch mit spannenden lokalen Menschen und Projekten in der ausgewählten ländlichen Region in Kontakt, damit du von Anfang an gut vernetzt bist mit spannenden Leuten vor Ort. Und schließlich legt LANDWÄRTS von Anfang an wert darauf, eine Brücke zu bauen zwischen den Zuziehenden und den Alteingesessenen, denn unserer Erfahrung nach liegt oft gerade darin der größte Schatz.

 

Meine Erfahrung: Erstens haben auch die Menschen auf dem Land sehrwohl sehr viel besseres zu tun als sich über meinen Garten und meine (Un)Sitten zu echauffieren. Zweitens ist das, was sie tun, oft spannend und wenn ich ganz ehrlich bin, sogar spannender als mich permanent mit Menschen zu umgeben, die eigentlich das selbe tun wie ich, das selbe denken wie ich, das selbe wählen wie ich, das selbe konsumieren wie ich, und sich über die selben Dinge Gedanken machen wie ich. In solch einer Blase zu leben ist natürlich herrlich, weil es mich jeden Tag aufs Neue in meinen Ideologien und Überzeugungen bestätigt und ich mein inneres Ranking nicht in Frage stellen muss, was im Leben wichtig ist und was nicht. Durch meinen Umzug aufs Land begann ich mein Leben mit Menschen zu teilen, mit denen ich ansonsten wahrscheinlich kaum Zeit verbracht hätte. Plötzlich verbrachte ich meine Sonntage mit Alten und Kindern, mit Stierbauern, Förstern, Geflüchteten und Bürgermeistern, mit Jägern, 7fachen Müttern, Menschen aus ganz anderen Berufsgruppen, anderen Lebensphasen, Hintergründen und Erfahrungen. Und genau das erlebe ich als enorme Bereicherung. Denn gerade diese Menschen haben mich viel über das Leben gelehrt und mir wertvolle Impulse gegeben, wodurch ich über meinen kleinen Tellerrand hinausblicken konnte. Applied out-of-the-box-thinking sozusagen.

Lust Gleichgesinnte kennenzulernen, die auch aufs Land ziehen wollen?

 

Dann komm zu einer unserer Veranstaltungen!

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